Internet-Vertrieb

Internet-Vertrieb

 

Bislang stellen der Direktvertrieb und der indirekte Vertrieb über Vertriebspartner, Handelsvertreter oder den Handel die am weitesten verbreiteten Vertriebswege dar. Aber auch der Vertrieb über das Internet gewinnt zunehmend an Bedeutung.

 

Was bedeutet Internet-Vertrieb?

 

Beim Online-Vertrieb wird das Internet als der Vertriebskanal genutzt, über den mit Kunden kommuniziert und über den Transaktionen durchgeführt werden. In vielen Fällen ergänzt der Vertrieb über das Internet die vorhandenen Vertriebsstrukturen. Es gibt aber auch Geschäftsmodelle, bei denen sich die Strategie ausschließlich auf den Internet Vertrieb beschränkt.

Neben den Vorteilen, die das Internet im Allgemeinen bietet und zu denen beispielsweise die Unabhängigkeit von Zeit und Ort gehören, können durch den Online-Vertrieb häufig neue Kundengruppen erschlossen und die Vertriebsregion ausgeweitet werden.

Zudem steigt in aller Regel durch den zusätzlichen Vertriebsweg der Absatz, was dazu führt, dass Mengenrabatte mit Lieferanten ausgehandelt werden können.

 

Allerdings birgt auch der Internet Vertrieb Risiken.

Die Anonymität des Internets bringt die Gefahr mit sich, dass Identitäten vorgetäuscht oder gefälscht werden und es in der Folge zu Zahlungsausfällen kommen kann.

Dennoch überwiegen die Vorteile und in einigen Branchen wie beispielsweise in der Tourismusbranche, im Buch- und Musikhandel oder bei Banken und Versicherungen ist der Online-Vertrieb nicht mehr wegzudenken. 

 

 

Anleitung für den Internet-Vertrieb

 

Eine äußerst flexible und kostengünstige Möglichkeit, um in den Internet Vertrieb einzusteigen, ergibt sich durch Webshops, die als Business-Paket angeboten werden. Eine serverseitige Mietsoftware-Lösung bietet die Vorteile, dass sie für einen bestimmten Zeitraum gemietet werden kann, der Provider Neuerungen und Aktualisierungen aufspielt und sämtliche Daten in einem streng überwachten Rechenzentrum gesichert sind.

Für das Unternehmen bedeutet das, dass das Investitionsrisiko verschwindend gering ausfällt, die Kosten klar kalkulierbar sind und auch der Verwaltungsaufwand kaum ins Gewicht fällt, wobei auch für die Administration des Webshops ein Webbrowser ausreicht.

Voraussetzung für einen Onlineshop ist Speicherplatz im Internet. Viele Business-Pakete enthalten neben der Software für den Shop auch das Webhosting inklusive Domainname. Ob die gewünschten Namen verfügbar sind, wird unmittelbar während der Anmeldung überprüft und der Provider registriert die ausgewählten Namen dann automatisch. Dadurch kann der Webshop meist innerhalb weniger Stunden schon online sein und sofern noch ein Vertrag mit einem anderen Provider besteht, kann der Umzug der Domain über einen sogenannten KK-Antrag erfolgen.

Sobald sich das Unternehmen registriert hat, kann die Einrichtung des Webshops beginnen.

Am einfachsten und schnellsten ist dies möglich, wenn das Konzept bereits vorliegt, alle wichtigen Information in einer Excel-Tabelle erfasst sind und die Einrichtung mithilfe eines Webbrowsers erfolgt. Sinnvoll ist jedoch, den Einrichtungsassistenten bei der ersten Gestaltung zu nutzen. Die Vorlagen können dann später immer noch abgeändert werden, aber die Eröffnung des Onlineshops wird nicht dadurch verzögert, dass sich das Unternehmen nicht für ein bestimmtes Design entscheiden kann.

 

 

Strategie und Konzept für den Vertrieb per Internet

 

Auch wenn die Anleitung für die Einrichtung eines Webshops im Grunde genommen recht einfach ist, gibt es einige Punkte, die beachtet werden sollten. Zu diesen Punkten gehört die Gliederung des Sortiments, die unbedingt übersichtlich sein sollte. Kunden bevorzugen Onlineshops mit einer übersichtlichen Aufteilung in Kategorien, unübersichtliche Webshops, deren Struktur an Wühltische erinnert, sind meist wenig erfolgreich.

Sortimente, die in nur wenige Kategorien eingeteilt werden müssen, können manuell eingepflegt werden. Ansonsten ist es sinnvoll, das Sortiment in Excel zu strukturieren und dann im Ganzen als CSV-Datei hochzuladen. 

Hilfreich ist, wenn das Business-Paket mit einem sogenannten Content-Management-System ausgestattet ist, das Texte und Daten in HTML umsetzt. Dadurch muss der Webshop-Betreiber lediglich die Eingabemaske im Internet aufrufen und kann anschließend Produktmerkmale bearbeiten oder auch Änderungen an der Struktur des Shops vornehmen. Wichtig ist außerdem, dass eine Variantenfunktion vorhanden ist.

 

Produkte

Viele Produkte werden in unterschiedlichen Farben und Größen oder in verschiedenen Zusammenstellungen angeboten. Durch die Variantenfunktion können die Produkte mit unterschiedlichen Merkmalen angelegt und mit Attributen wie Preis, Produktbild, Bestellnummer oder Lagerbestand versehen werden. Vorteilhaft ist dabei, wenn eine Funktion vorhanden ist, die dem Kunden passende Produkte vorschlägt, die er als Ergänzung oder als Zubehörteile erwerben kann.

Zu den Service-Funktionen, die der Webshop bieten sollte, gehört, dass sich der Kunde nach seiner Registrierung ein Konto einrichten kann, die Möglichkeit hat, den Bestellstatus abzufragen und Versandinformationen anzurufen, einen Newsletter abonnieren und Gutscheine einlösen kann. Außerdem sollte der Kunde die Möglichkeit haben, seinen Warenkorb oder eine Wunschliste zu speichern, die er beim nächsten Besuch dann erneut aufrufen und bestellen kann.

Zu den Grundvoraussetzungen für den Internet Vertrieb gehört Sicherheit, die per SSL-Verschlüsselung umgesetzt werden kann. Im Hinblick auf die Zahlungsarten gilt, dass es umso besser ist, je mehr Varianten angeboten werden. Zu den für beide Seiten sicheren Zahlungsarten gehören Vorkasse, Nachnahme, Kreditkarte, Bankeinzug sowie die Anbindung an Online-Zahlsysteme.

 

Weiterführende Vertriebsanleitungen, Beispiele und Konzepte:

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  • Thema: Internet-Vertrieb 

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