Tipps und Grundregeln für eine erfolgreiche Vertriebstätigkeit

 

Die wichtigsten Tipps und Grundregeln

für eine erfolgreiche Vertriebstätigkeit

 

Wer im Vertrieb tätig ist, besucht im Laufe seines Berufslebens üblicherweise eine ganze Reihe verschiedener Schulungen, Seminare und Verkaufstrainings und liest meist auch das eine oder andere Buch über den Vertrieb. Aber auch die besten Ratgeber und die schlüssigste Strategie bringen letztlich nicht viel, wenn sie der Vertriebsmitarbeiter nicht in die Praxis übertragen kann.

Natürlich sind pauschale Tricks und allgemeine Anleitungen nur bedingt möglich, denn die Vorgehensweise und Gestaltung der Vertriebstätigkeit hängen immer von dem Markt, der Branche, dem Produkt und der Zielgruppe ab.

 Aber dennoch gibt es einige Standardwerte, die der Vertriebsmitarbeiter kennen und berücksichtigen sollte.

 

Welche dies sind, erklärt die folgende Übersicht mit einigen der wichtigsten Tipps und Grundregeln für eine erfolgreiche Vertriebstätigkeit:

 

Der Vertriebsmitarbeiter sollte Fachmann auf seinem Gebiet sein.

Auch der beste und talentierteste Vertriebsmitarbeiter wird nur schwer ein Produkt verkaufen können, wenn er nicht weiß, wovon er eigentlich spricht. Zu einem erfolgreichen Verkaufsgespräch gehört zunächst einmal die Analyse der Wünsche und Bedürfnisse des Kunden. Das bedeutet, der Vertriebsmitarbeiter muss in Erfahrung bringen, was der Kunde möchte, um ihn auf dieser Basis beraten und ein individuell auf ihn zugeschnittenes Angebot erstellen zu können.

Der Vertriebsmitarbeiter muss in der Lage sein, dem Kunden eine Maßlösung zu präsentieren, die dem Kunden die Vorteile bietet, die für ihn die größte Rolle spielen. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn der Vertriebsmitarbeiter entsprechendes Fachwissen mitbringt. Zum Fachwissen gehört einerseits, die eigenen Produkte und Leistungen zu kennen und erklären zu können.

Andererseits muss der Vertriebsmitarbeiter aber auch die aktuelle Marktsituation kennen und wissen, was die Konkurrenz zu welchen Preisen bietet. In einigen Branchen muss der Vertriebsmitarbeiter außerdem auch die rechtliche Situation und die geltenden Vorschriften und Verordnungen erläutern können.

Für eine erfolgreiche Vertriebstätigkeit reicht es also nicht aus, nur ein Produkt zu präsentieren und dieses über den Preis verkaufen zu wollen, sondern der Vertriebsmitarbeiter sollte als Experte auf seinem Fachgebiet auftreten können.

 

Eine erfolgreiche Vertriebstätigkeit erfordert Kreativität und Ehrlichkeit

Eine der größten Herausforderungen im Vertrieb besteht darin, sich von der Konkurrenz abzuheben. Es gibt nur sehr wenige Produkte und Dienstleistungen, die absolut einzigartig sind und selbst innovativste Lösungen bleiben oft nicht lange konkurrenzlos.

Es ist aber auch gar nicht unbedingt notwendig, dem Kunden ständig neuartige Lösungen zu präsentieren, zumal diese in aller Regel eine ordentliche Portion Erklärungs- und Überzeugungsarbeit erfordern. Mindestens genauso effektiv kann es sein, die vorhandenen Produkte in kreative und auf den Kunden zugeschnittene Lösungen zu integrieren. Hierzu gehört übrigens auch, die Bedenken und Einwände des Kunden ernst zu nehmen und in der Angebotserstellung gezielt zu berücksichtigen.

Allein schon eine ausführliche Beratung, aus der sich eine stimmige Lösung mit konkreten Vorteilen für den Kunden ergibt, ist ein wichtiger Pluspunkt gegenüber der Konkurrenz, die diese Lösung nicht gefunden hat.

Trotz aller Kreativität darf die Ehrlichkeit aber nicht zu kurz kommen. Es bringt nichts, Versprechen abzugeben, die nicht gehalten werden können. Ein guter und erfolgreicher Vertriebsmitarbeiter zeichnet sich dadurch aus, dass er langfristig denkt. Es geht ihm nicht nur um den einen, aktuellen Abschluss, sondern sein Ziel ist eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Kunden, aus der durch Weiterempfehlungen möglicherweise weitere Geschäfte entstehen können.

Zu einem ehrlichen Auftreten gehört übrigens auch, die Verantwortung für Fehler zu übernehmen. Natürlich kann immer mal wieder etwas schiefgehen, aber der Vertriebsmitarbeiter ist der Ansprechpartner für den Kunden und als solcher sollte er die Schuld nicht einfach auf andere abwälzen, sondern alles tun, um den Kunden wieder zufriedenzustellen. Dabei sollte er im Hinterkopf behalten, dass jeder Kunde, der die Zusammenarbeit verärgert oder enttäuscht beendet, das Unternehmen durchschnittlich zehn zusätzliche, bestehende oder potenzielle Kunden kostet.

 

Der Vertriebsmitarbeiter sollte keine Angst vor unangenehmen Situationen haben.

Die Vertriebstätigkeit bringt immer mal wieder eher unangenehme Situationen mit sich, etwa wenn Beschwerden oder angedrohte Kündigungen aus der Welt geschafft werden wollen, Stammkunden Preiserhöhungen mitgeteilt werden müssen, Gespräche mit schwierigen Kunden warten oder Vertrags- und Preisverhandlungen mit wichtigen Kunden anstehen.

Auch die Kaltakquise empfinden viele Vertriebsmitarbeiter als schwierig. Allerdings gehören solche Situationen zum Vertrieb schlichtweg dazu. Statt also angstvoll in solche Gespräche zu gehen, sollte sich der Vertriebsmitarbeiter besser mit den Situationen auseinandersetzen und sich eine Strategie zurechtlegen. Hilfreich dabei ist, sich auszumalen, was im schlimmsten aller Fälle passieren kann. Spielt der Vertriebsmitarbeiter die Situation in Gedanken durch, wird er feststellen, dass die Folgen gar nicht so schlimm sein können, wie er sie sich im ersten Moment vielleicht ausmalt.

Falls er trotzdem noch immer unsicher ist, kann er auch das Gespräch mit einem Vorgesetzten suchen, für den sich die Situation aus seiner Erfahrung heraus möglicherweise ganz anders darstellt. Zu der Strategie, auch in unangenehmen Situationen souverän aufzutreten, gehört aber auch, nicht allem zuzustimmen. Natürlich muss der Kunde im Mittelpunkt stehen und selbstverständlich ist es der Kunde, der letztlich das Gehalt bezahlt und das Unternehmen am Leben hält.

Aber manchmal ist es einfach nicht möglich, dem Kunden so weit entgegenzukommen, wie er sich dies wünscht. Genauso ist es mitunter unumgänglich, dem Kunden zu widersprechen, wenn er Leistungen oder beteiligte Mitarbeiter kritisiert. In aller Regel kommt es beim Kunden deutlich besser an, wenn der Vertriebsmitarbeiter eindeutig Stellung bezieht, als wenn er aus Angst oder falsch verstandener Höflichkeit zu allem Ja und Amen sagt. 

 

Der Vertriebsmitarbeiter kann nicht im Alleingang erfolgreich sein.

Eine erfolgreiche Vertriebstätigkeit ist immer eine Teamleistung. Der einzelne Vertriebsmitarbeiter kann erfolgreich Verkaufsgespräche führen und Abschlüsse generieren, aber nur wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten, können die Aufträge erfolgreich und sowohl für den Kunden als auch das Unternehmen zufriedenstellend abgewickelt werden.

Wichtig sind daher eine gute Zusammenarbeit und eine effektive Kommunikation. Zu dieser gehört beispielsweise auch, dass der Vertriebsmitarbeiter umgehend informiert wird, wenn er als Ansprechpartner gefragt ist.

Auf den Kunden wirkt es sehr unprofessionell, wenn sein Anliegen gar nicht oder erst nach Tagen von seinem Ansprechpartner beantwortet wird.

 

Weiterführende Ratgeber und Tipps für den Vertrieb und Vertriebsmanagement:

Diese Anforderungen werden heute an den Vertrieb gestellt
Die häufigsten Fehler im Verkaufsgespräch
Infos und Tipps zur Kundenrückgewinnung
Fakten und Anleitung zur Berechnung der Vertriebswagnis
Die typischen Verkaufstricks im Handel

Thema: Die wichtigsten Tipps und Grundregeln für eine erfolgreiche Vertriebstätigkeit

Teilen:

Kommentar verfassen