Tipps zur Kommunikation mit Maske

Tipps zur Kommunikation mit Maske

Vor Corona brachten die meisten Leute Masken mit Ärzten und medizinischem Personal in Verbindung. Bilder von Menschen, die sich fast selbstverständlich mit Maske im Alltag bewegen, wurden bestenfalls in Asien verortet. Die Pandemie hat uns alle dazu gezwungen, umzudenken, dazuzulernen und uns an neue Bilder zu gewöhnen.

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Tipps zur Kommunikation mit Maske

Impfstoffe und Schnelltests lassen die Hoffnung wachsen, bald wieder ein Stück Normalität zurückzugewinnen. Doch die Schutzmasken werden uns wohl noch länger begleiten. Damit taucht aber gleich die nächste Herausforderung auf.

Denn die Maske verändert die Kommunikation. Schließlich deckt sie einen großen Teil des Gesichts ab. Gleichzeitig ist die Stimme gedämpft und die Atmung fällt schwerer.

Trotzdem muss der Austausch natürlich weiterhin stattfinden. Und gerade im Vertrieb ziehen viele Kunden den persönlichen Kontakt einem Gespräch per Video vor. Es bleibt also nicht anders übrig, als das Beste aus der Situation zu machen.

Damit das gelingt, haben wir Tipps zur Kommunikation mit Maske zusammengetragen:

Kommunikation findet über verschiedene Ebenen statt

Wenn Menschen miteinander sprechen, kommunizieren sie auf verschiedenen Ebenen miteinander. Eine dieser Ebenen ist die gesprochene Sprache. Doch Worte alleine reichen nicht aus. Denn es ist nicht besonders schwer, etwas zu sagen, das nicht der Wahrheit entspricht oder anders gemeint ist.

Als Ergänzung kommt deshalb die nonverbale Kommunikation dazu. Der Gesichtsausdruck, die Körperhaltung und Gesten unterstützen einerseits das Gesagte. Andererseits machen sie es dem Gegenüber leichter, den Gesprächspartner einzuschätzen.

Die Körpersprache lässt sich nämlich deutlich schwerer verstellen. Hinzu kommt, dass der Mensch mit der Körpersprache besser vertraut ist. Die Gestik und die Mimik beherrschen Menschen schließlich schon als Babys und damit lange, bevor sie das Sprechen lernen.

Wenn sich zwei Personen begegnen, findet der erste Kontakt meist über die Augen statt. Danach wandert der Blick über das Gesicht zu den Händen. Wird das Gegenüber als nicht gefährlich eingestuft, folgt als Reaktion ein freundliches Lächeln oder ein zurückhaltendes Begrüßen. Das alles geschieht in Sekundenbruchteilen und weitestgehend unbewusst.

Doch durch die Maske wird schon der Einstieg ins Gespräch erschwert. Denn der Gesprächspartner kann nur erahnen, ob sein Gegenüber lächelt oder nicht. Im Gespräch selbst fällt ein Großteil der gewohnten Mimik weg. Also braucht es andere Hilfsmittel. Und das sind in erster Linie die Augen, der Tonfall und die Hände.

Richtig atmen

Macht sich der Vertriebsmitarbeiter auf den Weg zu einem Kunden, wird er seine Maske vermutlich erst kurz vor dem Termin aufsetzen. Doch sobald die Schutzmaske den Mund und die Nase abdeckt, wird die Atmung anstrengender. Das liegt einfach daran, dass etwas mehr Kraft notwendig ist, damit die Luft die Barriere aus Papier passieren kann.

Ratsam ist deshalb, die Maske aufzuziehen und direkt danach dreimal ganz bewusst ein- und auszuatmen. Die ruhigen Atemzüge helfen dabei, sich an die Maske zu gewöhnen. Gleichzeitig wird die Atmung sicherer und lockerer.

So kann sich der Vertriebler auf das Kundengespräch konzentrieren und muss sich über das Atmen mit Maske weniger Gedanken machen.

Beim Ausatmen sollte sich der Vertriebler außerdem angewöhnen, den Luftfluss nach unten zu lenken. Am besten zieht er dazu die Unterlippe etwas nach hinten. Auf diese Weise strömt die Atemluft über das Kinn hinweg nach außen.

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Die Maske bleibt länger trocken und die Brille beschlägt nicht. Bei einem längeren Kundentermin sind das zwei klare Pluspunkte.

Mit den Augen sprechen

Weil die Maske den Mund verdeckt, rücken die Augen viel stärker in den Mittelpunkt. Die Augen gelten zwar schon seit jeher als Spiegel der Seele. Doch vor der Maskenpflicht wurden sie oft gar nicht so bewusst wahrgenommen. So mancher Gesprächspartner versuchte auch, dem Blickkontakt auszuweichen.

Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, über die Augen zu kommunizieren. Denn zum einen sind wir nicht besonders geübt darin. Und zum anderen transportieren die Augen die wahren Emotionen.

Ist der Gesprächspartner müde, gestresst oder gelangweilt, wird er seinen Blick kaum verstellen können. Deshalb macht es auch wenig Sinn, eine Art Augen-Training zu absolvieren.

Besser ist, wenn der Vertriebler mit einem guten Gefühl ins Gespräch geht und auch während des Termins eine positive Denkweise über den Kunden und den Verlauf beibehält. Dadurch haben seine Augen ebenfalls eine positive Ausstrahlung.

Außerdem sollte er sich dem Kunden zuwenden und ihn bewusst anschauen. So erhalten seine Aussagen mehr Tragweite. Übrigens gehört auch das Bewegen der Augenbrauen zur Kommunikation mit den Augen.

Die Hände einsetzen

Hierzulande ist es nicht unbedingt üblich, seine Aussagen mit großen Gesten zu überstreichen. Oft wirkt es eher merkwürdig, wenn jemand wild herumfuchtelt. Mit der Maske im Gesicht ist aber ein ungünstiger Zeitpunkt, um die Hände in ihren Bewegungen einzuschränken.

Natürlich sollte es der Vertriebler mit der Gestik nicht übertreiben. Aber er kann und sollte seine Hände einsetzen, um seine Aussagekraft zu verstärken. Am Ende geht es darum, die Lücke, die durch die eingeschränkte Mimik entsteht, ein Stück weit zu schließen.

Laut und deutlich artikulieren

Die Maske wirkt wie ein Schalldämpfer. Sie verschluckt einen Teil des Tons und lässt die Sprache mitunter etwas undeutlich wirken. Der Vertriebler sollte deshalb daran denken, grundsätzlich ein wenig lauter zu sprechen. Außerdem sollte er sich um eine klare Aussprache mit deutlichen Betonungen bemühen. Nuschelt er leise vor sich hin, wird ihn der Kunde kaum verstehen.

Ratsam ist auch, Tempo herauszunehmen. Neigt der Vertriebler dazu, schnell zu sprechen, sollte er bewusst einen Gang zurückschalten. Zwischendurch kann er immer mal wieder trainieren, sein Gesicht beim Sprechen stärker zu bewegen.

Grimassen, Kaubewegungen oder Flattern mit den Lippen halten die Gesichtsmuskulatur und den Kiefer beweglich. Dadurch wird auch die Aussprache deutlicher.

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Isabella Dorant, 48 Jahre, Vertriebsleitung, Christian Kazinski, 42 Jahre, Vertriebsbeauftragter und Martin Pocher, 39 Jahre, Vertriebsberater im Außendienst, sowie Ferya Gülcan Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Vertrieb, Marketing und der Vermarktung.

Ein Gedanke zu „Tipps zur Kommunikation mit Maske“

  1. Ein absolutes No Go: Die Maske unter die Nase. Bitte macht das nicht.. Das macht den Sinn der Dinger komplett kaputt.

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