5 Dinge, die sich Vertriebler von Barack Obama abschauen können

5 Dinge, die sich Vertriebler von Barack Obama abschauen können

Barack Obama gelang es, sich von einem eher unbekannten Außenseiter zum absolut erfolgreichen Spitzenpolitiker zu mausern. Er schaffte es, wie ein Shootingstar gefeiert zu werden und dabei die etablierte, erfahrene, mächtige und finanzstarke Maschinerie seiner Gegenkandidaten weit hinter sich zu lassen. Und er sammelte in seinen beiden Wahlkämpfen zur US-Präsidentschaft nicht nur unglaublich hohe Spendensummen ein, sondern bewegte auch unzählige Bürger dazu, sich im Wahlkampf zu engagieren und an die Wahlurne zu gehen.

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5 Dinge, die sich Vertriebler von Barack Obama abschauen können

Natürlich ist der politische, finanzielle und persönliche Erfolg Barack Obamas das Ergebnis vom Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren. Intelligenz, Zielstrebigkeit, Menschlichkeit, der Rückhalt seiner Familie, aber auch eine gesunde Lebensweise mit Sport und ausgewogener Ernährung sind ein paar Beispiele.

Zudem muss fairerweise erwähnt werden, dass unser Blickwinkel auf den ehemaligen US-Präsidenten ein etwas anderer ist als die Betrachtungsweise in seinem eigenen Land. Die Stimmung in den USA bekommen wir in Deutschland nun einmal nicht in Gänze mit.

Trotzdem ist unbestritten, dass Barack Obama in der Liga der politischen Spitzenverkäufer ganz oben mitspielt. Und deshalb gibt es ein paar Dinge, sich Vertriebler vom ehemaligen US-Präsidenten abschauen können.

Hier sind fünf davon!:

  1. Viel, sehr viel telefonieren.

Der Wahlkampf-Leiter von Hillary Clinton musste nicht nur feststellen, dass Obama drei- bis viermal mehr Veranstaltungen absolvierte als sie. Sondern dass ihm, egal wo er anrief, Obama bereits zuvorgekommen war und sogar schon mehrere Telefonate geführt hatte.

Mit dem Entschluss für die Präsidentschaftskandidatur begann Obama, sich jeden Tag fünf Stunden Zeit für Telefonate mit Sponsoren, Unterstützern und Helfern zu nehmen. So konnte er finanzstarke und auch politische Schwergewichte für sich gewinnen.

Doch Obama gab sich mit den Erfolgen nicht zufrieden, sondern hing weiter am Telefon. Neben seinem Job als Senator, der sicher schon genug Kraft und Zeit kostete, rief er allerlei Leute an und baute sich so sein Netzwerk auf.

Erfolgreiche Verkäufer machen es genauso. Im Schnitt planen sie täglich drei Stunden für Telefonate mit potenziellen und bestehenden Kunden ein. Und dabei geht es nicht immer nur darum, etwas zu verkaufen. Das Ziel ist vielmehr, in Kontakt zu bleiben und Kundenbeziehungen aufzubauen, zu pflegen und zu vertiefen.

  1. Das Potenzial des Internets nutzen.

Um Spenden einzusammeln, griff Barack Obama nicht nur zum Telefonhörer, sondern machte sich auch das Internet zunutze. In den sozialen Netzwerken konnte er gut doppelt so viele Follower hinter sich versammeln wie seine beiden Gegenkandidaten zusammen.

Gleichzeitig gelang es ihm, seine Fans und Unterstützer dazu zu bewegen, Kleinstbeträge zu spenden. Auch wenn es sich dabei wirklich nur um sehr kleine Beträge handelte, machten die Minispenden unterm Strich rund die Hälfte des kompletten Spendenaufkommens aus. Und das war ein großer Millionenbetrag im dreistelligen Bereich.

Einen erfolgreichen Verkäufer zeichnet ebenfalls aus, dass es ihm gelingt, Kommunikations- und Vertriebskanäle zu bündeln.

Er nutzt das persönliche Gespräch vor Ort genauso wie das Telefon, die sozialen Medien und diverse Online-Anwendungen, um möglichst viele Kunden zu erreichen und mit ihnen in Kontakt zu bleiben.

  1. Eine einfache und klare Sprache sprechen.

Barack Obamas Slogan lautete einfach nur: „Yes, we can!“ Diese sehr simple Botschaft war einerseits so klar, dass sie jeder verstehen konnte. Andererseits hatte die Botschaft eine enorme Aussagekraft.

Generell ist Barack Obama ein grandioser Redner, der in der Lage ist, sich verständlich auszudrücken und auf den Punkt zu kommen. Dabei gibt er seinem Publikum aber immer das Gefühl, mit ihm auf Augenhöhe zu sein.

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Er tritt nicht auf wie ein überheblicher Oberlehrer, der bewusst eine einfache Sprache wählt, damit ihn auch wirklich jeder versteht. Gleichzeitig schafft Obama Bilder, die emotional berühren und mit denen sich das Publikum identifizieren kann.

Gute Verkäufer müssen keine brillanten Rhetoriker sein. Aber sie sollten die Fähigkeit haben, ihre Angebote so zu formulieren, dass sie einfach, klar und verständlich sind und den Kunden auf emotionaler Ebene erreichen.

Eine Faustregel in diesem Zusammenhang lautet übrigens, dass ein Angebot in höchstens 46 Wörter oder 21 Sekunden passen sollte.

  1. Interessen unter einen Hut bringen.

Barack Obama vermag es, Leute mit ganz unterschiedlichen Interessen an einen Tisch zu bringen, Konflikte zu entschärfen und so zwischen den Beteiligten zu vermitteln, dass letztlich eine für alle akzeptable Lösung gefunden werden kann. Nicht umsonst wurde er zum jüngsten Redakteur der wichtigsten Juristenzeitschrift in den USA.

Eine derart gespaltene Gesellschaft zu vereinen, wie sie in den USA schon seit jeher besteht, ist natürlich eine nahezu unlösbare Mammutaufgabe. Aber Obama etablierte eine Bewegung, die vom Wir-Gefühl geprägt war und Enttäuschung oder gar Verbitterung mit Einheit begegnete.

Auch Spitzenverkäufer zeichnet aus, dass sie die Interessen und Bedürfnisse von Entscheidern, Führungskräften und Mitarbeitern unter einen Hut bringen. Sie gleichen interne Konflikte aus, indem sie berücksichtigen, wer an einer Entscheidung beteiligt ist, was die einzelnen Beteiligten wollen und wie eine einheitliche Lösung aussehen kann.

Vor allem bei komplexen Produkten im B2B-Geschäft, aber auch bei teuren Artikeln im B2C-Bereich ist das ein sehr wichtiger Ansatz.

  1. Ausprobieren und Statistiken führen.

Die erfolgreiche Karriere Barack Obamas war weder Glückssache noch Zufall. Stattdessen stecken eine sehr gute Planung und noch mehr Arbeit dahinter. Barack Obama feilte gezielt daran, medienwirksam und massentauglich rüberzukommen. Dazu gehörte auch, dass er im Vorfeld sämtliche Maßnahmen ausprobierte, ihre Wirkung überprüfte und protokollierte, was wie ankam.

Möchte der Vertriebler gut und erfolgreich verkaufen, sollte er sich Barack Obama an diesem Punkt zum Vorbild nehmen. Der Vertriebler sollte also zum einen alle Produkte, die er an den Mann bringen will, vorher auf Herz und Nieren prüfen.

Denn nur wenn der Vertriebsmitarbeiter sein Angebot in- und auswendig kennt, kann er es überzeugend vermitteln und souverän auf Fragen und Einwände reagieren.

Zum anderen sollte der Vertriebler immer mal wieder testen, wie sein Auftritt beim Kunden wirkt und wo vielleicht Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Auch gegen den Versuch, neue Verkaufsstrategien auszuprobieren, ist natürlich nichts einzuwenden.

Und nicht zuletzt sollte der Vertriebsmitarbeiter Statistiken führen. Wie viele Anrufe hat er an einem Tag getätigt und wie viele Termine hat er wahrgenommen? Wie viele Abschlüsse konnte er generieren? Solche Aufzeichnungen schaffen die Grundlage dafür, dass der Vertriebler seine Quote ermitteln kann. Das wiederum ist die Voraussetzung dafür, die Quote zu verbessern.

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Isabella Dorant, 48 Jahre, Vertriebsleitung, Christian Kazinski, 42 Jahre, Vertriebsbeauftragter und Martin Pocher, 39 Jahre, Vertriebsberater im Außendienst, sowie Ferya Gülcan Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Vertrieb, Marketing und der Vermarktung.

Ein Gedanke zu „5 Dinge, die sich Vertriebler von Barack Obama abschauen können“

  1. Wer da noch mehr wissen will, dem kann ich nur das Buch von Barack Obama empfehlen. Ausserdem lernt man da noch eine ganze Menge mehr..

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