Was ist ein Pop-Up Store? Teil 1

Was ist ein Pop-Up Store? Teil 1

Ein Pop-Up Store ermöglicht einem Unternehmen, seine Produkte oder eine Geschäftsidee im stationären Handel auszuprobieren. Durch den Pop-Up Store kann sich das Unternehmen ein direktes Feedback einholen und vor Ort mit Kunden in Kontakt treten. Verkauft ein Unternehmen seine Produkte überwiegend online, ist ein Pop-Up Store eine Möglichkeit, um neue oder zusätzliche Zielgruppen anzusprechen.

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Was ist ein Pop-Up Store Teil 1

Außerdem kann das Unternehmen seinen Absatz kurzfristig ankurbeln, ohne viel Aufwand für die Kundenakquise betreiben zu müssen. Doch was genau ist ein Pop-Up Store? Wie funktioniert er? Und für wen eignet sich dieser Vertriebsweg?

In einem zweiteiligen Beitrag beantworten die
wichtigsten Fragen rund um den Pop-Up Store!:

Was ist ein Pop-Up Store?

Bei einem Pop-Up Store handelt es sich um ein zeitlich befristetes Ladengeschäft im stationären Einzelhandel. Das Unternehmen mietet dafür für einen kurzfristigen Zeitraum eine Fläche an und richtet dort ein Geschäft oder einen Verkaufsstand ein.

Anschließend kann es sich und seine Produkte vorstellen, mit Kunden kommunizieren und natürlich verkaufen. Nach ein paar Tagen oder Wochen verschwindet der Pop-Up Store dann buchstäblich wieder von der Bildfläche.

Vor allem Unternehmen, die hauptsächlich online agieren, greifen gerne auf Pop-Up Stores zurück. Denn auf diese Weise können sie einerseits herausfinden, ob und wie gut sich ihre Produkte auch offline verkaufen lassen. Andererseits können sie ihre Produkte vor Ort präsentieren, um so neue Zielgruppen für den Online-Shop zu gewinnen.

Welche Strategie steckt hinter einem Pop-Up Store?

Pop-Up Läden finden sich in großen Einkaufzentren und in Fußgängerzonen, können aber genauso kleinen Seitenstraßen neues Leben einhauchen. Dabei gibt es vier wesentliche Faktoren, die sich das Konzept der Pop-Up Stores zunutze macht:

Einkaufserlebnis

Der stationäre Einzelhandel hat durch das boomende Online-Shopping enorme Konkurrenz. Dazu kommt, dass Verbraucher zunehmend weniger Geld für alltägliche Produkte ausgeben.

Während der Einkauf zur Pflichtübung wird, investieren Verbraucher lieber in Erlebnisse wie einen Restaurantbesuch, einen Abend im Kino oder Theater, einen Ausflug in einen Freizeitpark oder einen Tag im Schwimmbad.

Das hat für den stationären Einzelhandel zur Folge, dass er sich erneuern muss. Pop-Up Stores setzen genau an diesem Punkt an. Sie bringen frischen Wind in die Läden und bieten gleichzeitig ein neuartiges Einkaufserlebnis. Andersherum eröffnet sich für Unternehmen, die sonst nicht im stationären Einzelhandel vertreten sind, die Möglichkeit, diesen Absatzmarkt für sich zu nutzen.

Unabhängigkeit

Durch den zeitlich befristeten Charakter wirken Pop-Up Stores einzigartig und exklusiv. Gleichzeitig kann sich das Unternehmen bei der Gestaltung und Ausstattung kreativ austoben.

Anders als bei permanenten Verkaufspunkten muss das Unternehmen nicht darauf achten, dass das Erscheinungsbild überall gleich ist.

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Der sofortige Wiedererkennungswert einer Marke spielt bei Pop-Up Stores eher eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist, dass der Laden auffällt. Zumal es Verbraucher anzieht, wenn etwas nicht nur neu ist, sondern sich auch vom Einheitsbrei abhebt.

Beweglichkeit

Unternehmen greifen auf Pop-Up Stores zurück, um ihre Marke bekannt zu machen oder in Erinnerung zu rufen, neue Produkte vorzustellen und das Geschäft anzukurbeln.

Das bringt es fast schon automatisch mit sich, dass die Läden kreativ und innovativ wirken. Schließlich platziert das Unternehmen seine Produkte nicht irgendwo in einem Supermarktregal oder durch einen Aufsteller, sondern stampft einen ganzen Laden aus dem Boden.

Gleichzeitig bleibt das Unternehmen beweglich. Denn die Verkaufsfläche mietet es nur für einen begrenzten Zeitraum. Sollte sich herausstellen, dass ein Standort nicht läuft, kann das Unternehmen kurzfristig umziehen.

Künstliche Verknappung

Verbraucher durch ein Angebot, das nur in sehr begrenzter Menge verfügbar ist, zu einem spontanen Sofortkauf anzuregen, ist im Marketing und Vertrieb ein alter Hut. Ein Pop-Up Store arbeitet ebenfalls mit dieser Strategie.

Allerdings ist die künstliche Verknappung hier nicht nur ein Verkaufstrick. Stattdessen steht das Angebot tatsächlich nur für eine bestimmte Zeit zur Verfügung. Schließlich basiert ein Pop-Up Store auf dem Motto „heute da, morgen wieder weg“.

Welche Branchen können mit Pop-Up Stores arbeiten?

Das Konzept von Pop-Up Stores lässt sich flexibel an die Bedürfnisse und Ideen eines Unternehmens anpassen. Deshalb können letztlich Unternehmen aller Branchen auf dieses Instrument zurückgreifen.

Interessant sind Pop-Up Stores für Online-Marken, die auf diese Weise ihre Produkte potenziellen Kunden vorstellen möchten, die sonst eher vor Ort kaufen. Auch als Ergänzung zum Direktvertrieb sind Pop-Up Stores eine spannende Alternative. Durch die zeitlich befristete Verkaufsfläche kommen die Kunden dann nämlich zum Unternehmen.

Neben Handelsunternehmen können Pop-Up Läden genauso für Gastronomiebetriebe, Künstler, Vereine, Handwerksfirmen und Dienstleister aller Art eine schöne Möglichkeit sein, um sich vorzustellen und für sich zu werben. Denn durch einen kurzen und prägnanten Auftritt auf sich aufmerksam zu machen, ist unterm Strich das, worum es beim Pop-Up Store geht.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Isabella Dorant, 48 Jahre, Vertriebsleitung, Christian Kazinski, 42 Jahre, Vertriebsbeauftragter und Martin Pocher, 39 Jahre, Vertriebsberater im Außendienst, sowie Ferya Gülcan Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Vertrieb, Marketing und der Vermarktung.

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