Digitalisierung im Vertriebspartner-Marketing

Digitalisierung im Vertriebspartner-Marketing

Unternehmen, die weltweit agieren, sind ebenso wie große, namhafte Online-Shops nicht mehr aus der virtuellen Welt wegzudenken. Sie stellen ihre Produkte im Live-Stream vor und ersetzen Flyer und Werbebroschüren durch Beiträge in den sozialen Medien. Beratungs- und Verkaufsgespräche führen sie über integrierte Chats oder überlassen diese Aufgabe sogar Chat-Bots.

Digitalisierung im Vertriebspartner-Marketing

Doch im lokalen Marketing und in der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern sieht es oft ganz anders aus. Hier steckt die Digitalisierung häufig noch in den Kinderschuhen. Ein Unternehmen, das mit Partnern und Niederlassungen vor Ort zusammenarbeitet, weiß, dass vor allem die kleineren Geschäfte auf Altbewährtes setzen.

Sie pflegen den direkten und persönlichen Austausch mit ihren Kunden und nutzen klassische Werbemittel wie Broschüren, Prospekte oder auch kleine Werbegeschenke.

Damit ein Unternehmen seine Vertriebspartner optimal unterstützen und gleichzeitig die Digitalisierung voranbringen kann, muss es deren Bedürfnisse kennen und stetig mit ihnen in Kontakt sein. Auf dieser Basis wird es möglich, geeignete digitale Werbemittel auszuwählen.

Verschiedene Partner mit unterschiedlichen Kenntnissen

Zu den größten Herausforderungen bei der Digitalisierung im Vertriebspartner-Marketing gehört die Zusammenarbeit mit den einzelnen Partnern. Denn in aller Regel weichen die Kenntnisse der verschiedenen Vertriebspartner deutlich voneinander ab.

So kann gut sein, dass einige Partner bereits in den sozialen Netzwerken aktiv sind oder auf digitale Plattformen zurückgreifen. Für andere Partner hingegen ist die virtuelle Welt vielleicht noch komplettes Neuland.

Dementsprechend fällt es ihnen schwer, neue Wege zu gehen und digitale Werbemaßnahmen zu integrieren. Zumal sie sich die dafür notwendigen Kenntnisse mitunter erst noch aneignen müssen.

Die ungleichen Kenntnisstände und die unterschiedlichen Bedürfnisse, die sich daraus ergeben, machen es schwierig, das Vertriebspartner-Marketing zu managen. Wichtig für das Unternehmen ist, dass es seinen Vertriebspartnern unterstützend zur Seite steht.

Außerdem sollte es digitale Werbemittel zugänglich und einfach anwendbar machen. Dazu kann es auch sinnvoll sein, den Vertriebspartnern Schulungen anzubieten.

Einheitlicher Auftritt mit Wiedererkennungswert

Sowohl im Vertriebspartner-Marketing selbst als auch bei seiner Digitalisierung ist gemeinsame Werbung ein Schlüsselelement. Denn gerade in der virtuellen Welt wird es vermutlich nicht ausbleiben, dass Werbemaßnahmen verschiedener Vertriebspartner nebeneinander auftauchen und vorhanden sind.

Optimal ist dann, wenn die Online-Auftritte und digitalen Werbemittel aller Vertriebspartner in einem so einheitlichen Look daherkommen, dass Kunden und Interessenten sofort erkennen, welches Unternehmen oder welche Marke dahintersteht.

Um diesen Wiedererkennungswert zu etablieren, sollte das Unternehmen seinen Vertriebspartnern ein eindeutiges Corporate Design zur Verfügung stellen, das die Partner direkt und unkompliziert in die digitalen Werbemittel einbinden können. Auch Vorlagen für Werbeträger, die die Vertriebspartner bearbeiten und nutzen können, sowie nützliche Software-Lösungen können wertvolle Hilfsmittel sein.

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Vor allem Vertriebspartnern, die wenig Erfahrung mit digitaler Werbung haben, kommt das zugute. Natürlich sollte das Unternehmen auch als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, falls Fragen oder Probleme auftauchen.

Effektive Lösungen für alle Vertriebspartner

Bei der Digitalisierung des Vertriebspartner-Marketings ist es nicht unbedingt notwendig, eine Software-Lösung einzusetzen. Allerdings macht eine Software die Zusammenarbeit leichter und den gesamten Prozess letztlich effektiver.

Welche Lösung es am Ende wird, richtet sich nach dem Bedarf des Unternehmens und seiner Vertriebspartner. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, ein Digital Asset Management zu etablieren, das Bilder, Grafiken und andere Medien bereitstellt.

Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Werbung einheitliche Inhalte und eine im Sinne des Unternehmens optimierte Bildersprache nutzt.

Genauso ist aber möglich, dass das Unternehmen ein Marketingportal aufbaut, in dem alle Werbemittel als Vorlagen abrufbar sind. Über so ein Portal kann dann das gesamte Vertriebspartner-Marketing laufen.

Die Digitalisierung der Prozesse und der Werbeträger geht dadurch für alle Beteiligten schneller und einfacher vonstatten.

5 Punkte für die Digitalisierung im Vertriebspartner-Marketing

Die Digitalisierung ist in aller Munde und wird künftig immer konkretere Formen annehmen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, wird langfristig an digitalen Mitteln vermutlich kein Weg mehr vorbeiführen. Doch die praktische Umsetzung kann zur echten Herausforderung werden.

Die fünf wichtigsten Punkte für ein digitales Vertriebspartner-Marketing sind deshalb folgende:

  1. Bedarf erkennen: Jeder Vertriebspartner ist anders, arbeitet anders und ist in Sachen Digitalisierung auf einem anderen Stand. Das Unternehmen muss deshalb die verschiedenen Herausforderungen seiner Partner erkennen und die individuellen Bedürfnisse verstehen, um bestmöglich unterstützen zu können.
  2. Steter Austausch: Um auf dem Laufenden zu bleiben und nachvollziehen zu können, ob und wie die Vertriebspartner die Digitalisierung umsetzen, ist ein regelmäßiger Kontakt unverzichtbar.
  3. Einheitliches Corporate Design: Ein klares, verbindliches und leicht integrierbares Corporate Design sorgt dafür, dass sich das Unternehmen trotz unterschiedlicher Vertriebspartner als eine Marke positionieren kann.
  4. Einfache Prozesse: Unterstützende Software und Vorlagen für Werbemittel, die abgerufen, bearbeitet und eingesetzt werden können, machen den Vertriebspartnern die Digitalisierung leichter. Und je unkomplizierter die Abläufe sind, desto schneller und einfacher gestaltet sich die Digitalisierung des Vertriebspartner-Marketings.

Am Ball bleiben: Die Digitalisierung ist kein Prozess, der auf einmal erledigt werden kann. Vielmehr ist es eine Entwicklung, die fortschreitet. Wichtig ist deshalb, dass das Unternehmen bei der Sache bleibt, Flexibilität an den Tag legt und regelmäßig neue Werbeformen einbettet.

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Isabella Dorant, 48 Jahre, Vertriebsleitung, Christian Kazinski, 42 Jahre, Vertriebsbeauftragter und Martin Pocher, 39 Jahre, Vertriebsberater im Außendienst, sowie Ferya Gülcan Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Vertrieb, Marketing und der Vermarktung.

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