3 Trends in der Serienfertigung

3 Trends in der Serienfertigung

Aus der Industrie ist die Serienfertigung längst nicht mehr wegzudenken. Der Großteil aller Fabriken produziert Kleinteile, Teilstücke eines Produktes oder ganze Produkte in Serie. Auf diese Weise entstehen gleichartige Produkte in einer bestimmten Anzahl.

3 Trends in der Serienfertigung

Dabei haben sich die Fertigungsmethoden im Laufe der Zeit aber stark verändert und konstant weiterentwickelt. Heute sind sie nicht nur schneller, sondern auch deutlich leistungsfähiger und zugleich wirtschaftlicher.

Es gibt zwar nach wie vor Arbeitsschritte, die manuell und von Menschen durchgeführt werden. Doch der überwiegende Teil der Prozesse in der Serienfertigung wird von Maschinen erledigt.

Dieses Zusammenspiel aus Mensch und Technik stellt sicher, dass die einzelnen Produkte in identischer Form und mit gleichbleibender Qualität produziert werden können.

Doch die Entwicklung ist natürlich noch längst nicht abgeschlossen. Es werden regelmäßig neue Fertigungsverfahren, optimierte Methoden und innovative Konzepte erarbeitet. Wohin also geht die Reise?

Wir stellen drei große Trends in der Serienfertigung vor.

Trend Nr. 1: Der 3D-Druck

Der 3D-Druck ist gar nicht so jung, wie oft gedacht. Das Verfahren als solches gibt es schon seit über 40 Jahren und bereits Ende der 1990er-Jahre ließen Unternehmen vereinzelt Prototypen als Objekte in 3D drucken. Doch die ganz große Entwicklung konnte erst beginnen, nachdem einige Patente abgelaufen waren.

Das Prinzip, das dem 3D-Druck zugrunde liegt, ist die sogenannte additive Fertigung. Im additiven Fertigungsverfahren wird nicht dreidimensional gedruckt. Stattdessen werden aus einer dreidimensionalen CAD-Datei Druckschichten errechnet, die dann als zweidimensionale Schichten übereinander aufgetragen werden.

Das 3D-Objekt wird computergesteuert aufgebaut und kann aus einem oder mehreren flüssigen oder festen Werkstoffen wie Kunststoff, Harz, Keramik oder Metall bestehen.

Inzwischen ist der 3D-Druck so sehr weiterentwickelt, dass er aus der Serienfertigung kaum mehr wegzudenken ist. Das Verfahren erlaubt die Produktion großer Mengen und auch die Herstellung großer Bauteile.

Die Plasma-Technologie macht es möglich, solche großen Bauteile fester miteinander zu verbinden und so optimal für die weitere Verwendung vorzubereiten.

Im Zuge der Plasma-Behandlung werden die Oberflächen der verarbeiteten Werkstoffe von Staubpartikelchen und Ausgangsstoffen befreit. Dadurch können sie später problemlos verklebt oder beschichtet werden.

Unmittelbar nach der Plasma-Behandlung sind die Bauteile bereit für weitere Verarbeitungsschritte aller Art. Damit wird die Serienfertigung kleiner wie großer Bauteile einfacher und effektiver.

Trend Nr. 2: Die IoT Plattformen

Die Digitalisierung gehört zu den großen Themen unserer Zeit und ist mittlerweile allgegenwärtig. In der Serienfertigung ermöglicht sie zusammen mit ERP-Systemen, die komplette Herstellung vom ersten Entwurf bis zum fertigen Endprodukt digital darzustellen.

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Mithilfe dieser Darstellung wird es möglich, schon im Vorfeld Fehler und Schwachstellen aufzuspüren. Gleichzeitig kann der Fertigungsprozess in jedem einzelnen Teilschritt mit vergleichsweise wenig Aufwand angepasst und auch optimiert werden.

Im Ergebnis können die Produkte verbessert, die Fertigungsprozesse effektiver ausgestaltet und die Kosten gesenkt werden.

Auch die Fernwartung der verschiedenen Systeme kann schnell und einfach umgesetzt werden. Unabhängig vom Standort eines Endgeräts ermöglicht eine IoT Plattform, Programmierfehler zu beheben und Probleme in den Produktionsprozessen zu lösen.

Unterbrechungen in der Fertigung lassen sich so deutlich verkürzen. Optimierte Abläufe und vereinfachte Wartungen wiederum kommen letztlich allen Bereichen entlang der Fertigungskette zugute.

Trend Nr. 3: Spezielle Serviceleistungen

Die Fertigungsindustrie ist ohnehin schon sehr komplex. Technische Innovationen, wirtschaftliche Aspekte, die Globalisierung, aber auch veränderte Anforderungen der Endverbraucher machen die Sache nicht unbedingt einfacher. Spezielle Serviceleistungen gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung.

Um die bestmögliche Umsetzung von Projekten sicherzustellen und die Grundlage für langfristige Erfolge zu schaffen, können einzelne Aufgaben, Produktionen von Kleinserien oder sogar ganze Unternehmensbereiche ausgelagert werden.

Dadurch werden oft nicht nur die Abläufe vereinfacht. Stattdessen können auch die Kosten gesenkt und Ressourcen eingespart werden. Überträgt ein Unternehmen zum Beispiel die Fertigung einer kleinen Serie an einen kompetenten Servicepartner, fallen die Kosten für die Anschaffung und die Wartung der benötigten Maschinen weg.

Gleichzeitig muss das Unternehmen kein zusätzliches Personal einstellen und kann die vorhandenen Mitarbeiter in der regulären Produktion oder an anderen Stellen einsetzen. So können die Potenziale optimal ausgeschöpft werden.

Eine Erweiterung des Sortiments kann auf diese Weise ebenfalls vergleichsweise einfach umgesetzt werden. Das führt im Ergebnis zu einer gestärkten Kundenbindung. Denn das Unternehmen kann den Wünschen und Anforderungen der Kunden nachkommen, indem es zusätzliche oder ergänzende Produkte anbietet.

An dieser Stelle ist vor allem der Vertrieb der richtige Ansprechpartner. Schließlich ist er direkt am Kunden und kann die geäußerten Bedürfnisse weitergeben.

Wird die Fertigung der neuen Produkte dann ausgelagert, kann die Produktpalette schnell und kostengünstig erweitert werden, während die serienmäßige Fertigung im Betrieb ganz normal weiterläuft.

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Isabella Dorant, 48 Jahre, Vertriebsleitung, Christian Kazinski, 42 Jahre, Vertriebsbeauftragter und Martin Pocher, 39 Jahre, Vertriebsberater im Außendienst, sowie Ferya Gülcan Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Vertrieb, Marketing und der Vermarktung.

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