Vertriebspartner Online-Shop

Vertriebspartner Online-Shop 

Um den Verkauf im Online-Shop anzukurbeln, neue Kunden anzusprechen oder Wettbewerbsvorteile besser auszunutzen, kann es sinnvoll sein, sich einen Vertriebspartner ins Boot zu holen. Und speziell für einen Online-Shop kann dabei ein Partnerprogramm eine optimale Lösung sein.

 

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • ·         Ein Vertriebspartner unterstützt ein Unternehmen beim Vertrieb der Produkte oder Dienstleistungen.
  • ·         Der Vertriebspartner kann auf eigene Rechnung oder auf fremde Rechnung arbeiten.
  • ·         Es kann verschiedene Gründe für eine Vertriebspartnerschaft geben.
  • ·         Für einen Online-Shop kann das sogenannte Affiliate-Marketing eine interessante Vertriebslösung sein.

 

Was ein Vertriebspartner ist

Ein Vertriebspartner ist ein Händler oder ein Vermittler, der sich um den Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen eines Unternehmens kümmert. Dabei kann die Vertriebstätigkeit des Vertriebspartners entweder auf eigene Rechnung oder auf fremde Rechnung erfolgen.

·         Beim Vertrieb auf eigene Rechnung legt der Vertriebspartner die Preise in aller Regel selbst fest. Andernfalls könnte der Verdacht aufkommen, dass Preisabsprachen oder kartellähnliche Verhältnisse vorliegen. Kauft der Vertriebspartner die Ware, bevor er sie vertreibt, wird er zu einem sogenannten Absatzmittler. Erwirbt er hingegen kein Eigentum an der Ware, sondern kümmert er sich nur um den Vertrieb, ist er ein Absatzhelfer. Für seine Vertriebstätigkeit wird der Vertriebspartner üblicherweise mit einer umsatzabhängigen Provision entlohnt. Dabei wird die Höhe der Provision oft nach Umsatzzielen gestaffelt. Denn auf diese Weise kann das Unternehmen seine Marge durch die höheren Umsätze verbessern.

·         Beim Vertrieb auf fremde Rechnung gibt das Unternehmen die Preise in aller Regel vor. Die Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und dem Vertriebspartner bildet ein Vertrag. In diesem Vertriebspartnervertrag werden alle Bedingungen und Vereinbarungen rund um die Vertriebstätigkeit verbindlich geregelt. 

Eine Sonderform des Vertriebspartners ist der Handelsvertreter. Er wird für das Unternehmen tätig und vertreibt dessen Produkte in seinem Auftrag. Dabei handelt der Handelsvertreter in fremdem Namen und auf fremde Rechnung. Gleichzeitig ist der Handelsvertreter aber ein selbstständig Gewerbetreibender. 

 

Mögliche Gründe für die Zusammenarbeit mit einem Vertriebspartner

Die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern nimmt im Vertrieb einen recht großen Stellenwert ein. Dabei kann es unterschiedliche Gründe für eine Vertriebspartnerschaft geben. Dazu zählen:

·         das Erschließen neuer Vertriebskanäle oder weiterer Absatzmärkte

·         der Auf- oder Ausbau einer Vertriebsinfrastruktur oder das Platzieren von Angeboten, wenn die notwendigen Maßnehmen für ein Unternehmen alleine nicht wirtschaftlich wären

·         das Nutzen von Wettbewerbsvorteilen durch gegenseitige Stärken

·         der zeitnahe Vertriebsausbau in der Fläche

·         das Einsparen von Kosten oder das Reduzieren des Investitionsaufwands durch Arbeitsteilung und Auslagerung von Aufgaben

·         das Einführen neuer Produkte mithilfe von etablierten Händlern

·         die Steigerung der Umsätze

·         das Realisieren von Wachstumsvorhaben

Mit einem Vertriebspartner zusammenzuarbeiten, bietet sich in erster Linie dann an, wenn sich die Sortimente ergänzen. Andererseits kann eine Vertriebspartnerschaft aber auch und gerade dann erfolgreich sein, wenn die Produkte miteinander konkurrieren oder sich an komplett unterschiedliche Zielgruppen richten.

 

Affiliate-Marketing als Vertriebslösung für den Online-Shop

Eine Vertriebspartnerschaft im klassischen Sinne versteht sich nicht nur als Geschäftsbeziehung in wirtschaftlicher und technischer Hinsicht. Stattdessen handelt es sich um ein längerfristiges Konzept, das auch von Vertrauen, gegenseitiger Unterstützung und einem offenen Informationsaustausch geprägt sein sollte.

Am Ende geht es darum, dass beide Seiten durch die Zusammenarbeit Vorteile haben, die ohne die Vertriebspartnerschaft nicht gegeben wären. Nun ist es für den Betreiber eines Online-Shops aber gar nicht so einfach, geeignete Vertriebspartner zu finden. Denn zum einen gleicht der Onlinehandel in bestimmten Bereichen einem riesigen Haifischbecken. Die Konkurrenz ist gewaltig und so bleibt gegenseitige Unterstützung oft ein Wunschtraum. Zum anderen ist der Onlinehandel anders strukturiert als der stationäre Handel. Das macht es schwerer, beide Seiten unter einen funktionierenden Vertriebs-Hut zu bringen.

Aber keine Regel ohne Ausnahme! Eine Möglichkeit, die sich insbesondere für einen Online-Shop anbietet, ist das Affiliate-Marketing. Das aus den USA stammende Affiliate-Marketing, das im Deutschen auch Partnerprogramm genannt wird, bezeichnet internetbasierte Vertriebslösungen. Der Online-Shop stellt dabei Werbemittel zur Verfügung, die der Vertriebspartner auf seiner Internetseite bewirbt.

Umgesetzt wird das Partnerprogramm meist durch einen Banner, der auf der Internetseite des Vertriebspartners erscheint und mit der Webseite des Online-Shops verlinkt ist. Klickt ein Besucher den Banner an, wird er also direkt zum Online-Shop weitergeleitet. Im Gegenzug bekommt der Vertriebspartner eine Provision. Ihre Höhe richtet sich, je nach Vereinbarung, beispielsweise danach, wie lange oder wie häufig der Werbebanner auf der Seite des Vertriebspartners eingeblendet wird, wie oft er angeklickt wurde oder wie viele Bestellungen daraufhin beim Online-Shop eingegangen sind.  

Für den Online-Shop ergibt sich durch das Partnerprogramm die Möglichkeit, seinen Bekanntheitsgrad zu steigern, neue Kunden anzusprechen und den Absatz kontinuierlich zu steigern. Gleichzeitig geht er kein großes Risiko ein, denn Provisionen an den Vertriebspartner werden nur im Erfolgsfall fällig.

Für den Vertriebspartner ergeben sich natürlich die gleichen Vorteile. Daher macht eine Vertriebspartnerschaft in dieser Form vor allem dann Sinn, wenn die Inhalte oder Sortimente der beiden Partnerseiten zusammenpassen und sich gegenseitig ergänzen. Ein Online-Shop, der Kinderkleidung verkauft, könnte sich beispielsweise gut mit einem Online-Spielzeughändler vernetzen. Aber auch eine Vertriebspartnerschaft mit einer Plattform für Nachhilfe oder Babysitterdienste könnte gut funktionieren.

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