D2d Vertrieb

D2d Vertrieb 

Der D2D Vertrieb ist eine Variante des Direktvertriebs. Dabei werden die Produkte durch Vertreter im Außendienst angeboten und verkauft.

 

Das Wichtigste auf einen Blick:

·         Das Kürzel D2D steht für Door to Door, zu Deutsch: von Tür zu Tür. Daher wird auch vom Haustürgeschäft gesprochen.

·         Der D2D Vertrieb gehört in den Bereich des Direktvertriebs.

·         Die Produkte oder Dienstleistungen werden beim D2D Vertrieb im Rahmen von Vertreterbesuchen angeboten und verkauft.

·         Bei den Vertretern muss zwischen Handelsvertretern und Handelsreisenden unterschieden werden.

 

Der D2D Vertrieb als Vertriebskonzept

D2D steht für Door to Door. Beim D-to-D-Geschäft handelt es sich um eine Vertriebsform, bei der Vertreter Konsumenten besuchen, um vor Ort die Produkte anzubieten und Verträge zu generieren. Da die Vertreter das Geschäft dabei gewissermaßen an der Haustür anbahnen, hat sich im Zusammenhang mit dem D2D Vertrieb auch der Begriff des Haustürgeschäfts etabliert. 

Der D2D Vertrieb lässt sich in zwei Bereiche einteilen. So gibt es zum einen den D2D Direktverkauf. Hier werden den Kunden die Waren oder Dienstleistungen des Unternehmens im Rahmen von Vertreterbesuchen angeboten und verkauft. Bei privaten Verbrauchern erfolgt das in deren Privathaushalten. Besteht die Zielgruppe aus gewerblichen Kunden, finden die Vertreterbesuche in den Geschäftsräumen der Kunden statt. Zum anderen gibt es den D2D Direktkontakt. Er zielt vorrangig auf das Zusammentragen von Informationen und auf die Imagepflege ab. Die Außendienstmitarbeiter führen dazu Interviews, Umfragen und reine Informationsgespräche durch.

Als Vertriebskonzept findet der D2D Vertrieb bevorzugt bei Produkten und Dienstleistungen Anwendung, bei denen eine Beratung notwendig ist und Erklärungsbedarf besteht. Typische Beispiele sind der Vertrieb von Türen und Fenstern, Elektrogeräten oder Kommunikations- und Multimediadienstleistungen. Auch im Bereich von Finanzdienstleistungen, bei der Mitgliederwerbung oder bei Aufträgen rund um Sanierungsarbeiten hat sich der D2D Vertrieb bewährt.

 

Stichwort Direktvertrieb

Der D2D Bereich gehört zum Direktvertrieb. Der Direktvertrieb kennzeichnet sich dadurch, dass die Produkte exakt einmal den Besitzer wechseln, nämlich vom herstellenden Unternehmen zum Endkunden. Im Unterschied dazu ist der Handelsvertrieb mehrstufig und damit indirekt aufgebaut. Hier erfolgt der Vertrieb nämlich entlang einer Handelskette. Bis die Produkte beim Endkunden ankommen, durchlaufen sie also mehrere Stationen.

Umgesetzt werden kann der Direktvertrieb durch eine Vertriebsabteilung, Verkaufspersonal im D2D Bereich, Verkaufsstätten und Online- sowie Teleshopping. Als Sonderform gibt es außerdem das Multi Level Marketing. Hier vertreiben selbstständige Geschäftspartner die Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens im persönlichen Kontakt.

 

Der Handelsvertreter und der Handelsreisende

Beim D2D Vertrieb kümmern sich Vertreter im Außendienst darum, die Produkte oder Dienstleistungen anzubieten und zu verkaufen. Im Zusammenhang mit den Vertretern muss aber zwischen Handelsvertretern und Handelsreisenden unterschieden werden:

·         Der Handelsvertreter vermittelt oder schließt Geschäfte im Namen des Unternehmens ab. Im D2D Bereich bietet er Kunden vor Ort die Produkte des Unternehmens an und versucht, Verträge zu generieren. Die Besonderheit dabei ist, dass der Handelsvertreter selbstständig ist. In seiner Funktion als Handelsvertreter betreibt er ein eigenes Gewerbe. Das heißt: Der Handelsvertreter handelt in fremdem Namen und auf fremde Rechnung, nämlich in Vertretung des Unternehmens. Gleichzeitig kann er seine Tätigkeit weitgehend frei gestalten und beispielweise seine Arbeitszeiten oder auch die Anzahl der Unternehmen, für die er tätig ist, selbst bestimmen. 

·         Der Handelsreisende ist ebenfalls im Außendienst tätig und verkauft die Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens beim Kunden vor Ort. Anders als der Handelsvertreter ist der Handelsreisende aber ein Angestellter des Unternehmens. In seiner Funktion als Vertriebsmitarbeiter handelt der Handelsreisende im Namen und auf Rechnung des Unternehmens. Und weil er beim Unternehmen angestellt ist, bestimmt das Unternehmen über die Ausgestaltung der Tätigkeit. Außerdem darf der Handelsreisende auch nur für dieses eine Unternehmen tätig sein.

Gemeinsam ist beiden Tätigkeiten, dass sie zu den Absatzhelfern gehören. Sowohl der Handelsvertreter als auch der Handelsreisende kümmern sich ausschließlich um den Vertrieb der Produkte. Sie erwerben aber kein Eigentum an der Ware, die sie vertreiben. Dadurch unterscheiden sie sich von den Absatzmittlern im Handelsvertrieb.

 

Die Vor- und Nachteile vom D2D Vertrieb

Den D2D Vertrieb gibt es schon seit vielen Jahrzehnten und trotz Veränderungen im Konsumverhalten, beispielsweise durch das Onlineshopping, ist er nach wie vor erfolgreich. Aktuell setzen sogar immer mehr Branchen auf den D2D Vertrieb, und das bei Privatkunden wie bei gewerblichen Kunden als Zielgruppe gleichermaßen.

Ein Grund hierfür dürfte sein, dass der D2D Vertrieb mit einer direkten Kundenansprache und folglich auch mit direkten Kundenkontakten einhergeht. Dadurch eröffnet sich dem Unternehmen die Möglichkeit, unmittelbare Kundenbeziehungen aufzubauen und sich gleichzeitig von der Konkurrenz abzuheben. Ein weiterer Vorteil des D2D Vertriebs ist, dass das Unternehmen die Werbung und auch die Preisgestaltung selbst in der Hand hat. Hinzu kommt, dass das Unternehmen seine Gewinne nicht mit dem Handel teilen muss.

Aus Sicht des Kunden bietet der D2D Vertrieb den Pluspunkt, dass er sich ausgiebig über ein Produkt oder eine Leistung informieren kann, ohne dabei seine Wohnung oder seinen Arbeitsplatz verlassen zu müssen. Anders als beim Onlineshopping sieht der Kunde dabei die Ware aber mit seinen eigenen Augen, kann sie ausprobieren und kann seine Fragen dazu direkt an den Vertreter stellen.

Nachteilig am D2D Vertrieb sind die mitunter recht hohen Kosten. Denn im D2D Vertrieb muss das Unternehmen neben den Vertriebsmitarbeitern auch die Bereiche Lagerung, Logistik und Warenrücknahme finanzieren. Zudem haftet dem D2D Vertrieb ein teils etwas schwieriges Image an. So reagiert der eine oder andere Verbraucher durchaus skeptisch, wenn ein Vertreter an seiner Haustür klingelt und ihm etwas verkaufen will.

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