Rabatt- und Margenrechner Vertrieb – Preisuntergrenze berechnen
Rabatte gehören im Vertrieb oft dazu: Doch aus einem vermeintlich kleinen Preisnachlass kann schnell ein spürbarer Verlust beim Deckungsbeitrag werden. Besonders wenn zusätzlich Skonto, Provisionen und weitere Kosten berücksichtigt werden müssen, ist das Bauchgefühl keine verlässliche Entscheidungsgrundlage mehr.

Mit dem Rabatt- und Margenrechner können Sie deshalb schnell prüfen, wie sich unterschiedliche Konditionen auf Verkaufspreis, Marge und Ertrag auswirken – und erkennen, wie weit Sie einem Kunden preislich entgegenkommen können, ohne Ihre wirtschaftlichen Ziele aus den Augen zu verlieren:
Kostenloser Rechner für Vertrieb und Preiskalkulation
Rabatt- und Margenrechner Vertrieb – Preisuntergrenze berechnen
Wie viel Rabatt können Sie einem Kunden geben, ohne Ihre gewünschte Marge zu unterschreiten? Dieser Rechner verbindet Rabatt, Skonto, Kosten, Provision und Auftragsmenge in einer gemeinsamen Kalkulation. So erkennen Sie nicht nur den neuen Verkaufspreis, sondern auch den Einfluss auf Deckungsbeitrag, Marge, Preisuntergrenze und den notwendigen Mehrabsatz.
So verwenden Sie den Rechner
- Preis und Kosten eintragen Geben Sie Listenpreis, direkte Kosten, variable Kosten und den Vertriebsaufwand für den Auftrag an.
- Konditionen festlegen Ergänzen Sie Provision, gewünschten Kundenrabatt, Skonto und Ihre Mindestmarge.
- Auswirkung bewerten Prüfen Sie Verkaufspreis, Marge, Deckungsbeitrag, Preisuntergrenze und notwendigen Mehrabsatz.
Rabatt, Marge und Preisuntergrenze berechnen
Die voreingestellten Zahlen bilden ein vollständiges Beispiel ab. Sie können sämtliche Werte durch Ihre eigenen Kalkulationsdaten ersetzen. Alle Preisangaben werden netto und ohne Umsatzsteuer betrachtet.
Die Berechnung verändert keine Daten auf dem Server. Ihre Eingaben werden ausschließlich für die Berechnung in Ihrem Browser verwendet.
Ihre Rabatt- und Margenauswertung
Die folgenden Werte zeigen zunächst die statische Beispielberechnung mit den voreingestellten Eingaben. Nach einer eigenen Berechnung werden diese Ergebnisfelder aktualisiert.
Effektiver Nettoverkaufspreis
Nettoerlös je Einheit nach 10 % Rabatt und anschließend 2 % Skonto.
Marge nach Nachlässen
Kalkulatorischer Deckungsbeitrag im Verhältnis zum erzielten Nettoerlös.
Preisuntergrenze bei Zielmarge
Mindestens benötigter Nettoerlös je Einheit, damit im Beispiel 20 % Mindestmarge erreicht werden.
Maximaler Rabatt bei Zielmarge
Maximaler Kundenrabatt bei weiterhin 2 % Skonto und einer Mindestmarge von 20 %.
Zusätzlich erforderliche Stückzahl
Rechnerischer Mehrabsatz, um wieder den Deckungsbeitrag des Verkaufs ohne Rabatt und Skonto zu erreichen.
Detaillierte Ergebnisse
- Verkaufspreis nach Rabatt vor Skonto
- Listenpreis abzüglich des eingetragenen Kundenrabatts.
- Rabattbetrag für den gesamten Auftrag
- Direkte Erlösminderung durch den Kundenrabatt.
- Skontobetrag für den gesamten Auftrag
- Skonto auf den bereits rabattierten Auftragswert.
- Gesamte Erlösminderung durch Rabatt und Skonto
- Differenz zwischen Listenpreis-Auftragswert und tatsächlich erzieltem Nettoerlös.
- Effektiver Gesamtnachlass
- 10 % Rabatt und 2 % Skonto ergeben zusammen nicht 12 %, sondern im Beispiel effektiv 11,80 %.
- Nettoerlös des Auftrags nach Nachlässen
- Effektiver Nettoverkaufspreis multipliziert mit der Auftragsmenge.
- Provision für den Auftrag
- 5 % Provision auf den tatsächlich erzielten Nettoerlös.
- Berücksichtigte Gesamtkosten nach Nachlässen
- Direkte Kosten, variable Kosten, Vertriebsaufwand und umsatzabhängige Provision.
- Deckungsbeitrag je Einheit vor Rabatt und Skonto
- Kalkulatorischer Vergleichswert auf Basis des Listenpreises.
- Deckungsbeitrag je Einheit nach Rabatt und Skonto
- Verbleibender kalkulatorischer Beitrag je verkaufter Einheit.
- Deckungsbeitrag des Auftrags vor Rabatt und Skonto
- Vergleichswert bei Verkauf der Beispielmenge zum Listenpreis.
- Deckungsbeitrag des Auftrags nach Rabatt und Skonto
- Deckungsbeitrag nach Berücksichtigung aller eingegebenen Nachlässe und Kosten.
- Marge vor Rabatt und Skonto
- Kalkulatorische Marge auf Basis des regulären Listenpreises.
- Marge nach Rabatt und Skonto
- Verbleibende Marge nach allen eingegebenen Preisnachlässen.
- Verlust an Deckungsbeitrag
- Differenz zwischen dem kalkulatorischen Deckungsbeitrag vor und nach den Nachlässen.
- Deckungsbeitragsverlust in Prozent
- Prozentualer Rückgang gegenüber dem ursprünglichen Deckungsbeitrag.
- Break-even-Preis je Einheit
- Rechnerischer Nettoerlös, bei dem der hier kalkulierte Deckungsbeitrag gerade null beträgt.
- Maximaler Break-even-Rabatt
- Maximaler Kundenrabatt bei 2 % Skonto, bevor der kalkulatorische Deckungsbeitrag negativ wird.
- Erforderliche Gesamtmenge zum Ausgleich
- Rechnerische Gesamtmenge zum Erreichen des ursprünglichen Deckungsbeitrags.
- Praktisch erforderliche Stückzahl
- Auf volle Stück aufgerundete Mindestmenge im Beispiel.
- Zusätzlicher Nettoerlös zum rechnerischen Ausgleich
- Zusätzlicher Nettoerlös aus der rechnerisch erforderlichen Mehrmenge bei unveränderter Kostenstruktur.
Rabatte von 0 bis 20 Prozent vergleichen
Die Szenarioanalyse zeigt, wie empfindlich die Beispielkalkulation auf unterschiedliche Rabatte reagiert. Dabei bleiben Listenpreis, Kosten, Provision, Auftragsmenge und das eingestellte Skonto unverändert. Die Spalte „zusätzliche Menge“ vergleicht jedes Szenario mit einem Verkauf zum Listenpreis ohne Rabatt und ohne Skonto.
| Kundenrabatt | Effektiver Preis je Stück | Marge | Deckungsbeitrag Auftrag | Zusätzliche Menge zum Ausgleich |
|---|---|---|---|---|
| 0 % | ||||
| 5 % | ||||
| 10 % | ||||
| 15 % | ||||
| 20 % |
Beispiel: Was bewirken 10 Prozent Rabatt und 2 Prozent Skonto?
Ein Produkt hat einen Netto-Listenpreis von 100,00 €. Die direkten Kosten betragen 55,00 €, weitere variable Kosten 5,00 € je Einheit. Für einen Auftrag über 10 Stück werden zusätzlich 20,00 € Vertriebsaufwand angesetzt. Die Provision beträgt 5 % des erzielten Nettoerlöses. Gewünscht ist eine Mindestmarge von 20 %.
Entscheidend ist dabei: Ein Rabatt von 10 % reduziert den Deckungsbeitrag nicht automatisch ebenfalls nur um 10 %. Im Beispiel sinkt der kalkulatorische Deckungsbeitrag des Auftrags von 330,00 € auf 217,90 € und damit um rund 33,97 %.
Berechnungslogik und Formeln des Rabatt- und Margenrechners
Der Rechner verwendet eine transparente Kalkulationslogik. Dadurch lässt sich nachvollziehen, wie die einzelnen Ergebnisse zustande kommen. Prozentwerte werden für die Berechnung intern als Dezimalwerte verwendet.
1. Verkaufspreis nach Kundenrabatt
Listenpreis × (1 − Rabatt)
Bei 100,00 € Listenpreis und 10 % Rabatt ergibt sich ein Preis von 90,00 €.
2. Effektiver Nettoerlös nach Skonto
Preis nach Rabatt × (1 − Skonto)
Bei 90,00 € und 2 % Skonto verbleiben 88,20 € Nettoerlös je Einheit.
3. Vertriebsaufwand je Einheit
Vertriebsaufwand pro Auftrag ÷ Auftragsmenge
Ein Vertriebsaufwand von 20,00 € bei 10 Stück entspricht in der Beispielkalkulation 2,00 € je Einheit.
4. Provision
Effektiver Nettoerlös × Provisionssatz
Die Provision wird auf den tatsächlich realisierten Erlös nach Rabatt und Skonto berechnet.
5. Kalkulatorischer Deckungsbeitrag je Einheit
Nettoerlös − direkte Kosten − variable Kosten − anteiliger Vertriebsaufwand − Provision
Der hier verwendete Deckungsbegriff berücksichtigt ausschließlich die Kostenpositionen, die Sie im Rechner eingeben.
6. Marge
Deckungsbeitrag je Einheit ÷ Nettoerlös je Einheit × 100
Die Marge wird damit auf den tatsächlich erzielten Nettoverkaufspreis bezogen.
7. Preisuntergrenze bei gewünschter Mindestmarge
(direkte Kosten + variable Kosten + anteiliger Vertriebsaufwand) ÷ (1 − Provisionssatz − Mindestmarge)
Das Ergebnis ist der mindestens benötigte Nettoerlös je Einheit, damit die eingegebene Zielmarge unter den gewählten Annahmen erreicht wird.
8. Maximaler Rabatt bei bestehendem Skonto
Der Rechner ermittelt, wie weit der Listenpreis reduziert werden darf, damit der Nettoerlös nach Rabatt und anschließendem Skonto nicht unter die berechnete Preisuntergrenze fällt.
9. Erforderlicher Mehrabsatz
Der Rechner vergleicht den ursprünglichen Deckungsbeitrag ohne Rabatt und Skonto mit dem Deckungsbeitrag der rabattierten Variante. Anschließend wird berechnet, welche zusätzliche Menge bei unveränderter Kostenstruktur erforderlich wäre, um den ursprünglichen Deckungsbeitrag wieder zu erreichen.
Warum Rabatt und Skonto nicht einfach addiert werden
Wird zunächst ein Rabatt und anschließend Skonto gewährt, beziehen sich beide Nachlässe nicht auf denselben Betrag. Ein Rabatt von 10 % reduziert einen Listenpreis von 100,00 € zunächst auf 90,00 €. Werden danach 2 % Skonto abgezogen, beträgt der zusätzliche Nachlass 1,80 €. Der tatsächlich erzielte Preis liegt damit bei 88,20 €.
Der gesamte Preisnachlass beträgt in diesem Beispiel deshalb 11,80 % und nicht 12 %. Diese Reihenfolge wird sowohl bei der Margenberechnung als auch bei der Ermittlung des maximal tragbaren Rabatts berücksichtigt.
Wie Sie die Ergebnisse für Rabattverhandlungen nutzen können
Häufige Fragen zum Rabatt- und Margenrechner
Wie berechnet man die Marge nach einem Rabatt?
Zunächst wird der tatsächlich erzielte Nettoverkaufspreis nach Rabatt und gegebenenfalls Skonto berechnet. Von diesem Erlös werden die berücksichtigten direkten Kosten, variablen Kosten, anteiligen Vertriebskosten und die Provision abgezogen. Der verbleibende Deckungsbeitrag wird anschließend durch den erzielten Nettoerlös geteilt.
Wie viel Rabatt kann ich maximal geben?
Das hängt von Kosten, Provision, Skonto und gewünschter Mindestmarge ab. Der Rechner unterscheidet deshalb zwischen dem Break-even-Rabatt, bei dem der kalkulatorische Deckungsbeitrag gerade null erreicht, und dem niedrigeren maximalen Rabatt, bei dem Ihre gewünschte Mindestmarge noch eingehalten wird.
Was bedeutet Preisuntergrenze?
Die Preisuntergrenze ist in diesem Rechner der mindestens erforderliche Nettoerlös pro Einheit, damit die eingegebene Mindestmarge unter Berücksichtigung der ausgewählten Kosten und Provision erreicht wird. Sie ist keine allgemeingültige rechtliche oder buchhalterische Preisuntergrenze.
Sind 10 Prozent Rabatt auch 10 Prozent weniger Gewinn?
Nein. Die Kosten sinken bei einem Preisnachlass häufig nicht im gleichen Verhältnis wie der Verkaufspreis. Dadurch kann der Deckungsbeitrag prozentual wesentlich stärker zurückgehen als der eigentliche Rabatt. Im voreingestellten Beispiel reduziert ein Rabatt von 10 % zusammen mit 2 % Skonto den kalkulatorischen Deckungsbeitrag von 330,00 € auf 217,90 €.
Warum werden Rabatt und Skonto nacheinander berechnet?
Das Skonto wird auf den bereits rabattierten Preis angewendet. Deshalb ergeben beispielsweise 10 % Rabatt und anschließend 2 % Skonto einen effektiven Gesamtnachlass von 11,80 % und nicht von 12 %.
Was bedeutet der erforderliche Mehrabsatz?
Der Mehrabsatz zeigt, wie viele zusätzliche Einheiten unter den eingegebenen Konditionen verkauft werden müssten, um wieder denselben kalkulatorischen Deckungsbeitrag zu erzielen wie beim Verkauf der ursprünglichen Menge zum Listenpreis ohne Rabatt und Skonto.
Ist der Deckungsbeitrag im Rechner mit dem Unternehmensgewinn gleichzusetzen?
Nein. Der Rechner berücksichtigt nur die von Ihnen eingegebenen Kostenpositionen sowie die Provision. Weitere fixe Gemeinkosten, Steuern, Finanzierungskosten und andere unternehmensspezifische Aufwendungen können zusätzlich anfallen. Der berechnete Deckungsbeitrag ist daher nicht automatisch mit dem bilanziellen oder steuerlichen Gewinn identisch.
Kann ich den Rechner auch für Dienstleistungen verwenden?
Ja. Statt eines Einkaufspreises können Sie beispielsweise direkt zurechenbare Personal-, Fremdleistungs- oder Projektkosten eintragen. Als Einheit kann dann gedanklich eine Stunde, ein Paket, ein Projektbaustein oder eine andere abrechenbare Leistung verwendet werden.
Datenschutz und lokale Berechnung
Hinweis zur Nutzung der Berechnung
Die Ergebnisse dienen als kalkulatorische Orientierung für Preis- und Rabattentscheidungen. Welche Kosten in einer individuellen Unternehmensrechnung tatsächlich relevant sind, hängt vom jeweiligen Geschäftsmodell und der verwendeten Kostenrechnung ab. Prüfen Sie deshalb insbesondere bei verbindlichen Angeboten, langfristigen Rahmenverträgen und hohen Auftragswerten, ob alle relevanten Kostenbestandteile in Ihrer Kalkulation enthalten sind.
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